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"Chateau Duvivier - 14 Menues für Schloßherren"
Alleinautorin, Selbstverlag, ISBN 3-00-004063-3, April 1999
Vorwort

Ich möchte an mein Glas klopfen und mich bedanken:
Dieses Buch gäbe es nicht, hätten nicht unsere Gäste so hartnäckig Überzeugungsarbeit geleistet. In den vier Jahren, die ich nunmehr auf Château Duvivier für sie kochen durfte, verstummten nie ihre Fragen nach den Rezepten, die sich hinter den Menues verbergen.
Voilà, hier sind sie!

Hinter den einzelnen Anleitungen verbirgt sich nicht zuletzt die Rezeptur, nach der das Château selbst komponiert ist: Stets ganz nah an dem, was Boden und Jahreszeit uns gerade offerieren. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Die Raffinesse der Einfachheit - die Weisheit von Generationen. Was so simpel klingt, ist uns Kindern des ausklingenden zweiten Jahrtausends ziemlich abhanden gekommen.

Dabei liegt das Gute so nah, daß man hin und wieder fast darüber stolpert! Bereits 1971, damals noch im schweizerischen Le Prese, habe ich meinen Gästen Salate aus selbstgesuchten Brennesseln serviert. Gemurrt hat niemand, gestaunt haben alle. Vielleicht gilt das Staunen auch heute noch, denn Fleisch spielt in meinen Rezepten nach wie vor keine Hauptrolle: Ich gebe den herrlichen Gewächsen der Provence den Vorzug.

Viel Spaß beim Nachkochen zuhause wünscht
Uwe Fahs

Rezension aus der Neuen Westfälischen vom 19. Juni 1999

NAH AN DER JAHRESZEIT, NAH AM BODEN
von Stephan Brams

Die Gäste sind schuld. Denn sie waren es, die Uwe Fahs immer wieder bedrängten, er möge doch seine Rezepte verraten. Und das war gut so. Denn jetzt hat der Mann es getan und seine Rezepte zu einem Buch zusammengefaßt. "14 Menues für Schloßherren" hat er es betitelt. Ein Kochbuch, das die Philosophie des Koches widerspiegelt, der seit vier Jahre die Gäste im Chateau Duvivier bei Barjols in der Provence mit seinen Kreationen verwöhnt.
Fahs sagt: "Hinter meinen Anleitungen verbirgt sich nicht zuletzt die Rezeptur, nach der das Chateau selbst komponiert ist: Stets ganz nah an dem, was Boden und Jahreszeit uns gerade offerieren. Die Raffinesse der Einfachheit, die Weisheit von vielen Generationen." Und so haben denn die Kräuter und die Gemüse aus der Provence Vorrang in der Küche des Monsieur Fahs, der eigentlich aus Hameln stammt. Einzigartig zum Beispiel sein Kartoffelpüree mit Basilikum, das er mit Knoblauch und 30 bis 40 Basilikumblättchen zubereitet.
Der Schuß Olivenöl darf natürlich nicht fehlen. Gereicht wird es - und hier wird deutlich, mit Fleisch umgehen kann Fahs auch, zum "geschmorten Wildschwein vom Bessillon". Ein Muß für Freunde der Wild-Küche.
Doch zurück zum Gemüse. Hier kombiniert Fahs, was Saison und Boden hergeben, scheut auch vor selbstgesuchten Brennesseln als Salatbeigabe nicht zurück. Eine Kreation, die er bereits 1971 geschaffen hat.
In den "Menues für Schloßherren" fehlt diese Rezeptur, aber dafür gibt es wunderbare Kombinationen aus Löwenzahn, Kerbel, Kresse, Raddichio, Chicorée und Portulak, die er mit schwarzen Trüffeln zu einem echten Gaumenkitzel anreichert.
Es ist die Vielfältigkeit von Uwe Fahs, die das Buch zu einer Entdeckung durch Küche und Provence werden läßt. Und es ist ein Buch, das durch seine ungewöhnliche Aufmachung auffällt. Besorgt hat diese der Bielefelder Grafiker Peter Schmidt, der die Rezepturen auf feinstem Papier so arrangiert hat, daß lästiges Umblättern beim Nachkochen entfällt.
Daß das Nachkochen problemlos gelingt, dafür hat die Bielefelder Journalistin Birgit Kahle gesorgt, die die in einer Mischung aus Schweizerdeutsch, Französisch und Deutsch notierte Rezeptsammlung von Uwe Fahs geduldig übertragen hat. Und Christiane Zay hat Illustrationen beigesteuert, die Lust auf das Schloß und die 14 Menues für Schloßherren machen.
Wer interessiert ist, erhält das Buch unter der Faxnummer 0033-49-4772032.

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